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Holzbaufaktur – zur Startseite 0151 2022 7440

Musterpläne · nicht gebaut

Planbeispiele

So sieht ein Plan aus, bevor Holz bestellt wird. Die Konstruktionen auf dieser Seite sind Musterpläne: frei gewählt, vollständig durchgezeichnet und nicht gebaut. Die Überschlagsrechnung wird derzeit überarbeitet; Querschnitte und Verbindungen können sich dabei noch ändern. Gebaute Arbeiten stehen unter Referenzen.

Musterpläne

Fünf Konstruktionen, bis zum letzten Zapfen

Je ein Blick ins 3D-Modell und auf drei Blätter. Die Blätter öffnen sich in voller Größe, dort sind alle Maße lesbar.

3D-Modell des achteckigen Turmhelms: Kranz, Kaiserstiel, acht Gratsparren, Schifter, Aufschieblinge und gedrechselter Knauf
Musterplan · nicht gebaut · Dachstuhl · Zimmererarbeit

Achteckiger Turmhelm

Ein Turmhelm ist das spitze Dach auf einem Turm, hier mit acht Seiten. Er steht auf einem achteckigen Kranz aus acht Hölzern, die sich an den Ecken überblatten. Im Kranz liegt ein Balkenkreuz, auf dessen Mitte der Kaiserstiel steht, der Mittelpfosten bis in die Spitze. Acht Gratsparren laufen von den Kranzecken zum Kaiserstiel; auf 2,50 m Höhe sitzt ein Zwischenkranz, darunter zwei Zangenpaare am Kaiserstiel.

In jedem der acht Felder liegen zwei Schifter, kürzere Sparren, die oben mit einem schrägen Schnitt (Backenschmiege) am Gratsparren enden. Am Fuß knickt das Dach über Aufschieblinge flacher aus und steht 30 cm über. Alle Linien stammen aus einem 3D-Modell, in dem Zapfen, Blätter, Klauen und Schmiegen wirklich ausgeschnitten sind.

vom Kranz bis zur Spitze
6,20 m
Breite an der Traufe, über die Seiten
3,65 m
Neigung der Dachfläche
76°
Ansicht des Turmhelms mit Höhenmaßen: Kranz, Knick der Aufschieblinge, Zwischenkranz, Achtkant und Kopf des Kaiserstiels
Ansicht · öffnet in neuem Fenster
Schnitt durch den Turmhelm: Kaiserstiel 180/180 auf dem Balkenkreuz, Zwischenkranz mit Zangen, gestrichelt die Dachfläche mit Schalung und Schiefer
Schnitt · öffnet in neuem Fenster
Detail der Kranzecke im Schnitt: Gratsparren mit Fußzapfen im oberen Blatt, darunter das untere Blatt, außen der Grat-Aufschiebling mit lotrechtem Traufschnitt
Detail Kranzecke · öffnet in neuem Fenster

Der vollständige Plan hat 30 Blätter: Grundrisse, Ansicht, zwei Schnitte, zehn Details, das Feld in wahrer Größe und jedes Holz als Einzelteil.

Musterplan, nicht gebaut. Die Überschlagsrechnung wird derzeit überarbeitet; Querschnitte und Verbindungen können sich dabei noch ändern. Die Rechnung im Plan ist ein Überschlag und kein Standsicherheitsnachweis; die meisten Lastannahmen darin sind nicht nachgeschlagen. Die Verbindungsmittel sind vorgeschlagen, nicht bemessen. Vor einem Bau rechnet ein Tragwerksplaner.

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3D-Modell des gedeckten Fußgängerstegs: zwei Tragwände mit Streben und Hängesäulen, Bohlenbelag, Geländer und Satteldach auf angedeuteten Widerlagern
Musterplan · nicht gebaut · Ingenieurholzbau

Gedeckter Fußgängersteg mit doppeltem Hängewerk

Ein überdachter Holzsteg für Fußgänger, der 8 m frei überspannt. Er hat zwei Tragwände, jede ein doppeltes Hängewerk: Der Streckbalken, der untere Längsbalken, läuft über beide Auflager durch, zwei Streben stützen sich mit einem Stirnversatz auf ihn und laufen schräg zu den beiden Hängesäulen. Zwischen den beiden Hängesäulen liegt der Spannriegel; an jeder Säule sitzt er dem Strebenkopf gegenüber.

Der Streckbalken hängt über ein Schlitzblech mit Bolzen an den Hängesäulen. Dazwischen liegen Querträger mit Zapfen, darauf Längsbalken und der Bohlenbelag. Binderbalken mit Kopfbändern steifen die Wände aus, 13 Sparrenpaare bilden das Satteldach.

Stützweite
8,00 m
lichte Gehbahnbreite
2,00 m
lichte Höhe über dem Belag
2,30 m
Längsansicht der Tragwand: Streckbalken über 8,80 m, zwei Streben, Spannriegel, zwei Hängesäulen mit Hängeeisen, Endständer und Rähm, mit Maßkette
Längsansicht Tragwand · öffnet in neuem Fenster
Querschnitt durch den Steg am Hängepunkt: Hängesäulen, Binderbalken mit Kopfbändern, Firstständer, Sparren, Geländer und Bohlen auf Längsbalken
Querschnitt · öffnet in neuem Fenster
Detail des Strebenkopfs: Strebe mit doppeltem Versatz in der Hängesäule, gegenüber der Spannriegel im Versatz
Detail Strebenkopf · öffnet in neuem Fenster

Der vollständige Plan hat 36 Blätter: Ansicht, Grundriss, Schnitt, Dachaufsicht, das statische System, acht Details, den Verlegeplan der Bohlen und jedes Teil einzeln.

Typ-Vorbild sind die kleinen gedeckten Hängewerkstege der Schweiz. Querschnitte und Knoten sind eigene Annahmen.

Musterplan, nicht gebaut. Die Überschlagsrechnung wird derzeit überarbeitet; Querschnitte und Verbindungen können sich dabei noch ändern. Die Rechnung im Plan ist ein Überschlag und kein Standsicherheitsnachweis. Die Verbindungsmittel sind vorgeschlagen, nicht bemessen. Eine Brücke braucht einen Tragwerksplaner, auch eine kleine; die Widerlager sind nur angedeutet.

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3D-Modell des Walmdachs mit Anbau: Hauptdach mit zwei Walmen, davor der Anbau mit eigenem Walm, Grat- und Kehlsparren, Sparren und Schifter auf dem Kranz der Fußpfetten
Musterplan · nicht gebaut · Dachstuhl · Zimmererarbeit

Walmdach mit Kehle

Ein Walmdach hat auch an den Schmalseiten geneigte Dachflächen statt Giebel; eine solche Fläche heißt Walm. Hier sitzt das Dach auf einem T-förmigen Grundriss: Der Hauptbau ist an beiden Enden abgewalmt, mittig an der vorderen Längsseite springt ein Anbau mit eigenem Walm vor. Wo die Dachflächen des Anbaus in das Hauptdach laufen, entstehen zwei Kehlen, also nach innen geknickte Rinnen. Von den sechs Außenecken laufen Grate, die nach außen geknickten Kanten, nach oben zum jeweiligen First.

Es ist ein Pfettendach: Die Sparren, die schrägen Hölzer unter der Dachfläche, liegen unten auf einem Kranz von Fußpfetten und oben auf zwei Firstpfetten. Pfetten sind die waagerechten Balken darunter; die Firstpfetten stehen auf fünf Stielen (Pfosten) mit Kopfbändern (kurzen Schrägstreben). Sparren, die an einem Grat oder einer Kehle enden, heißen Schifter. Ihr Ende ist ein schräger Schnitt (Backenschmiege), der flächig am Grat- oder Kehlsparren anliegt, dem Balken unter dem Grat oder in der Kehle. Weil die Walme mit 50° steiler sind als das Hauptdach mit 40°, läuft der Grat von oben gesehen nicht genau diagonal auf die Ecke zu. Alle Winkel und Längen der Schifter sind aus den beiden Neigungen hergeleitet und am 3D-Modell nachgemessen.

Hauptbau, dazu der Anbau mit 4,50 × 3,00 m
9,00 × 7,00 m
Hauptdach und Walme
40° und 50°
Höhe von der Oberkante der Fußpfetten bis zum First
3,13 m
Ansicht des Walmdachs von vorn mit Höhenmaßen: Hauptdach mit beiden Walmen, davor das Dach des Anbaus, darunter die Maßkette über die Walmtraufen
Ansicht von vorn · öffnet in neuem Fenster
Schnitt quer durch den Hauptbau in der Firstachse des Anbaus: Firstpfetten 140/200 auf Stielen mit Kopfbändern, Mittelschifter des Anbaus, Fußpfetten, dahinter die linke Dachhälfte
Schnitt · öffnet in neuem Fenster
Detail im waagerechten Schnitt: Kehlsparren, an dessen Wangen von beiden Seiten je ein Kehlschifter 80/180 mit seiner Schmiege anschließt
Detail Schifter an der Kehle · öffnet in neuem Fenster

Der vollständige Plan hat 37 Blätter: Dachausmittlung, Sparrenplan, Pfettenlage, zwei Ansichten, drei Schnitte, die Profile von Grat- und Kehlsparren, zwei Dachflächen in wahrer Größe, zwölf Details und jedes Holz als Einzelteil.

Musterplan, nicht gebaut. Die Überschlagsrechnung wird derzeit überarbeitet; Querschnitte und Verbindungen können sich dabei noch ändern. Die Rechnung im Plan ist ein Überschlag und kein Standsicherheitsnachweis; mehrere Lastannahmen darin sind nicht nachgeschlagen. Die Verbindungsmittel sind vorgeschlagen, nicht bemessen. Die Decke, auf der Fußpfetten und Stiele stehen, ist nicht Teil des Plans. Vor einem Bau rechnet ein Tragwerksplaner.

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3D-Modell der Giebelwand: Erdgeschosswand mit Ständern, Riegeln, Streben und zwei Andreaskreuzen, darüber das Giebeldreieck mit Kehlbalken und Firstsäule
Musterplan · nicht gebaut · Fachwerk · Zimmererarbeit

Sichtfachwerk-Giebel

Die Giebelwand eines eingeschossigen Hauses als Sichtfachwerk, also mit sichtbaren Hölzern. Unten steht die Erdgeschosswand aus der Schwelle (dem unteren Balken), den Ständern (den senkrechten Hölzern), zwei Lagen Riegeln (den waagerechten Hölzern dazwischen) und dem Rähm, dem oberen Abschlussbalken. Darüber liegt das Giebeldreieck: Auf der Giebelschwelle stehen die beiden Sparren als schräge Ränder, dazwischen liegt ein waagerechter Kehlbalken, darunter stehen zwei Giebelständer, darüber die Firstsäule bis in die Spitze.

An beiden Eckständern und am Mittelständer steht je eine Mann-Figur aus schrägen Fuß- und Kopfstreben. In den zwei Feldern unter den beiden Fenstern (Brüstungsfeldern) liegt je ein Andreaskreuz, zwei gekreuzte Schräghölzer. Verbunden sind die Hölzer vor allem mit Zapfen, Überblattungen, Eckblättern und Holznägeln. Es ist eine eigene Konstruktion, nicht nach einem bestehenden Haus gezeichnet; Querschnitte und Verbindungen lehnen sich an Lehrbücher an, die Anordnung der Streben und mehrere Maße sind eigene Festlegungen.

Breite über Außenkante Schwelle
7,20 m
Höhe von Oberkante Schwelle bis zum First
6,86 m
Dachneigung
50°
Wandansicht von außen mit Holznummern und Maßketten: sieben Ständer in sechs Feldern zu 117 cm, zwei Fensteröffnungen, darüber das Giebeldreieck
Wandansicht von außen · öffnet in neuem Fenster
Schnitt durch den Mittelständer, daneben vergrößert sein Fuß und sein Kopf: Zapfen im Zapfenloch mit quer sitzendem Holznagel
Schnitt · öffnet in neuem Fenster
Detail der Mann-Figur am Eckständer: Fußstrebe und Kopfstrebe 14/18 unter 54°, mit Brüstungsriegel und Sturzriegel überblattet
Detail Mann-Figur · öffnet in neuem Fenster

Der vollständige Plan hat 40 Blätter: zwei Wandansichten, die Befestigungspunkte, Schnitt, Grundriss der Schwelle, Abbundplan, neun Details und jedes Holz als Einzelteil.

Wandstärke und die meisten Querschnitte folgen einem Lehrbuch von 1908 (Esselborn, Lehrbuch des Hochbaues). Die Anordnung der Streben ist eine eigene Festlegung.

Musterplan, nicht gebaut. Die Überschlagsrechnung wird derzeit überarbeitet; Querschnitte und Verbindungen können sich dabei noch ändern. Die Rechnung im Plan ist ein Überschlag und kein Standsicherheitsnachweis; mehrere Lastannahmen darin sind nicht nachgeschlagen. Die Verbindungen sind an Lehrbücher angelehnt und teils eigene Annahmen, bemessen sind sie nicht. Vor einem Bau rechnet ein Tragwerksplaner.

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3D-Modell des Zollingerdachs ohne Schalung: Rautennetz aus Lamellen zwischen zwei Fußpfetten und zwei Giebelbögen
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Zollinger-Lamellendach

Dieser Plan wird vollständig neu gezeichnet. Bilder und Zahlen zeigen den bisherigen Stand; die Hallenmaße und der Querschnitt der Lamellen werden im neuen Plan andere sein.

Das Zollingerdach ist ein Tonnendach, also ein gewölbtes Dach, hier in Form eines flachen Bogens. Es besteht aus kurzen Bohlen, den Lamellen. Sie liegen in zwei Richtungen schräg zum Bogen und bilden ein Rautennetz. Jede Lamelle ist zwei Rautenseiten lang: In ihrer Mitte läuft sie durch, und zwei Lamellen der anderen Richtung stoßen dort versetzt an ihre Seitenflächen.

An diesen Kreuzungspunkten, den Knoten, verbinden zwei Bolzen die drei Hölzer. Die Oberkante jeder Lamelle ist ein Kreisbogen, sodass die Bretterlage darüber, die Schalung, auf einer gleichmäßigen Wölbung liegt. Das Dach steht auf zwei Fußpfetten, den Balken, auf denen der Bogen links und rechts aufsetzt; vier Zugbänder aus Rundstahl verbinden sie miteinander. Vorn und hinten endet es an einem Giebelbogen.

Spannweite
11,89 m
Stich, die Höhe des Bogens
1,98 m
Lamellen in sechs Zuschnitten
187
Längsansicht von der Traufe: Rautennetz der Lamellen zwischen den Giebelbögen, darunter die Fußpfette mit vier Ankerplatten der Zugbänder, mit Maßketten
Längsansicht · öffnet in neuem Fenster
Querschnitt durch das Dach: flacher Kreisbogen über die Spannweite, schräg geschnittene Lamellen, unten das Zugband zwischen den Fußpfetten
Querschnitt · öffnet in neuem Fenster
Detail des Knotens, Blick auf die Dachfläche: durchlaufende Lamelle, zwei versetzt anstoßende Lamellen, zwei Bolzen M12 mit Druckplatte, Langloch in der durchlaufenden Lamelle
Detail Knoten · öffnet in neuem Fenster

Der vollständige Plan hat 17 Blätter: Grundriss, Netzplan in der Abwicklung, zwei Querschnitte, Längsansicht, den Knoten in drei Ansichten, Fußpunkt, Giebel und jedes Holz als Einzelteil.

Die Bauweise geht auf ein Patent von Zollinger zurück. Gitterwinkel und Form der Lamelle folgen einer veröffentlichten Arbeit (Höhne, HTWK Leipzig, 2025); die Größe des Dachs und die Maße aller Beschläge sind eigene Annahmen.

Musterplan, nicht gebaut. Die Überschlagsrechnung wird derzeit überarbeitet; Querschnitte und Verbindungen können sich dabei noch ändern. Die Rechnung im Plan ist ein Überschlag und kein Standsicherheitsnachweis; mehrere Lastannahmen darin sind nicht nachgeschlagen. Die Verbindungsmittel sind vorgeschlagen, nicht bemessen. Vor einem Bau rechnet ein Tragwerksplaner.

Zur Übersicht der Pläne

Solche Konstruktionen plane ich nicht nur, ich baue sie auch. Der Plan ist dabei mehr als die halbe Arbeit: Ist jedes Holz am Bildschirm geklärt, wird es maschinell zugeschnitten und passt auf der Baustelle. Die Montage geht dann schnell und sauber. Wenn Sie etwas Besonderes vorhaben, sprechen Sie mich an.

Umfang

Was in einem Plan steht

Jeder Plan ist gleich aufgebaut. So ist am Bau klar, was gemessen und was gerechnet werden muss.

  1. Grundriss, Ansicht und Schnittemit Maßketten, damit jedes Maß nur einmal steht
  2. Detailsjeder Knoten vergrößert, so wie er angerissen wird
  3. Befestigungnummerierte Punkte in der Zeichnung und die Verbindungsmittel dazu, als Vorschlag und nicht bemessen
  4. Einzelteilejedes Holz für sich, mit allen Schnitten
  5. HolzlisteQuerschnitte, Längen und Stückzahlen für die Bestellung
  6. Überschlagsrechnungeine erste Einschätzung der beanspruchten Teile, kein Standsicherheitsnachweis
  7. Liste „Vor Ort prüfen“was am Bau gemessen sein muss, bevor Holz bestellt wird

Sie wollen selbst bauen und brauchen dafür einen Plan? Den Standsicherheitsnachweis erstellt im Auftrag immer ein eingetragener Tragwerksplaner. Wie weit ich mitgehe, steht unter Selber bauen.

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